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Vorgeschichtliche Besiedlung

Die ältesten Fundnachweise über den Aufenthalt von Menschen im Escher
Gebiet gehören der ausgehenden Jungsteinzeit an.
Die Jungsteinzeit (Neolithikum) ist ein terminierender Einteilungsbegriff in der Vorgeschichte. Er benennt für Mitteleuropa den Zeitraum von etwa 4000 v. Chr. bis etwa 1800 v. Chr. 
Die Urbarmachung des Bodens zur Neuanlage eines Ackers geschah durch Brandrodung, der einzig bekannten Düngungsart. Darauf pflanzten die Menschen dieser Zeit Emmer, Einkorn oder Spelzgerste an, bis sich die Nährstoffe des Bodens nach einigen Jahren erschöpften und ein anderes Feld urbar gemacht werden mußte.
Die Fundgebiete mit Hinterlassenschaften jener Zeit liegen bei Esch auf den westlichen und östlichen Hügelkuppen entlang des alten Rheinarmes. Hierbei fallen drei Stellen besonders auf, wo massiert fertige Werkzeuge aus Stein bzw. Feuersteinknollen - das Rohmaterial - gefunden wurden.

 

 

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Die Geschichte von Esch von seiner ersten Nennung im Jahre 989 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, ja eigentlich bis weit ins 19. Jahrhundert hinein, ist eine Geschichte seiner Höfe. Da diese Höfe noch heute weitgehend unverändert liegen und sogar zum Teil noch bewirtschaftet werden, hat sich in Verbindung mit der alten Martinskirche ein Ortscharakter erhalten, der es unserer Vorstellung erleichtert, die Geschichte Eschs in die Vergangenheit zurückzuverfolgen.

Schenkungsurkunde:


Aber Esch ist nicht erst seit den letzten einhundert Jahren auf die Stadt Köln hin orientiert. Schon zur Zeit der ersten Nennung vor 1000 Jahren bestanden enge Beziehungen zu Köln, stand Esch im Einflußbereich der Großstadt. Der Grund und Boden - ja weitgehend auch die Menschen darauf gehörten Kölner Stiften und Klöstern, allen voran dem Kloster Groß St. Martin. Auch waren es weitgehend Angehörige des Kölner Patriziats, die ihr im Handel erworbenes Vermögen in Grundbesitz im Kölner Umland anlegten und somit den Übergang zum Landadel schufen.


 

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Übersicht über den Besitz in der Pfarrei Esch 1669/70
Geistlicher Besitz  
Domkapitel (Stöckheimer Hof)  463 Morgen
Groß St. Martin (Fronhof Esch) 396 Morgen
St. Andreas (?) 252 Morgen
Sonstige Kölner Kirchen, Hospitäler etc.  215 Morgen
Außerkölnische Kirchen  
(vor allem Kl. Altenberg u. Pfarrei bzw. Vikarie Esch) 144 Morgen
Summe Geistlicher Besitz 1.470 Morgen
Adelsbesitz  
v. Beyweg/Dr. Inden/Sophie v. Keip 302 Morgen
Anstelle zu Anstelle 146 Morgen
Franz von Gustorf (Zeverken) 103 Morgen
Witwe Dorhofen/Holzemius 201 Morgen
Sonstige (einzelne Äcker auswärtigen Adels) 52 Morgen
Summe Adelsbesitz 804 Morgen
Kirchspiel/Bauernhand  
Bauernhäuser 31  
Grund und Garten 47 Morgen
Ackerland 499 Morgen
mit den Nachbargemeinden strittiges Ackerland 252 Morgen
Summe Bauernhand 798 Morgen
Hausmannshöfe im Dorf  
D. Lemgonig 238 Morgen
Johann Broich 61 Morgen
Summe Hausmannshöfe 299 Morgen
Gesamtsumme Pfarrei Esch 3.371 Morgen

 

 

St.Martinus alt

Zur Pfarre Esch gehörten Esch, Pesch, Auweiler und Orr. 1918 gab es in Esch 80 Häuser. Früher hatten die alteingesessenen Einwohner fast alle einen Beinamen, der teils von einer Person oder vom Beruf des Mannes abgeleitet war.

Pfarre St.Martinus

 

Und heute ??

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Frühere Schmiede

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Gaststätte Goebels "Beim Büb"

 

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Karneval

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....und die "Escher Mädchen"

 

   

          Höfe

                        ...und Tiere

 

 

Und viel mehr Fotos weiter unten !!

 

Aus "Esch Aktuell" Nr. 71/Mai 1992

Dorfgemeinschaft "Greesberger" Esch

Im Gegensatz zu vielen Klubs und Vereinen, in denen die Mitglieder ihrem Hobby, wie z.B. Fußball, Tennis, Wandern oder Gesang, nachgehen, hat die Mitgliedschaft in der Dorfgemeinschaft eine ganz andere Dimension, nämlich fast ausschließlich die Dimension reiner Gemeinnützigkeit. Wer sich in der Dorfgemeinschaft engagiert oder auch nur seinen Beitrag entrichtet, hat, materiell gesehen, persönlich nichts davon außer der lobenswerten Genugtuung, seinen Teil zu mehr Gemeinsamkeit und für die Gemeinschaft vor Ort zu leisten. Und das ist, was oft verkannt wird, sehr viel, wenn man sich die jährlichen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft einmal ins Gedächtnis ruft und dabei nicht vergißt, daß so gut wie alle mit Opfer an Freizeit und nicht  unerheblichen Kosten verbunden sind.
Ein Außenstehender wird kaum wissen, daß die Tageszeitung für die Besucher der Altentagesstätte nun schon viele Jahre lang von der Dorfgemeinschaft bezahlt wird, ebenso wie die Blumen- und Kranzspenden bei Silber- und Goldhochzeiten bzw. bei Beerdigungen und vielen anderen Anlässen.
Die inzwischen traditionelle abendliche, von vielen begrüßte und für gut befundene Beleuchtung der historischen Martinuskirche, der Straßenschmuck anläßlich der jährlichen Festveranstaltungen, die Durchführung des Martinszugs mit zwei kostspieligen Musikkapellen und den die Kinder erfreuenden Weckmänner, der Senioren-Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und anschließendem karnevalistischem Programm sowie die seit Jahren ebenfalls zum Sessionsprogramm gehörende und immer stark besuchte Kindersitzung werden von der Dorfgemeinschaft, d. h. von deren Mitgliedern, mitfinanziert. Für die Öffentlichkeit sichtbarer und erlebbarer sind die beiden großen Säulen, auf denen das Haus unserer Dorfgemeinschaft steht und stehen sollte, nämlich die Organisation und die Durchführung der Veranstaltungen zur Escher Kirmes und zum Karneval in Esch. Für die Stabilität dieser Säulen reicht das Beitragsaufkommen von den Mitgliedern nicht aus. Hier ist die Dorfgemeinschaft als Veranstalter auf Ihren Besuch, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, angewiesen.
Im Grunde geht es hierbei nicht um die Dorfgemeinschaft als Institution, sondern um den Willen, die Gemeinschaft in unserem Ort und die Traditionen nicht untergehen zu lassen, sondern dieselben unserer Zeit gemäß fortzusetzen, zu beleben und anderen sowie sich selbst Freude zu bereiten. Und hier sind nicht minder auch die jüngeren Bewohner unseres Ortes gefordert, mitzutragen, mitzuwirken und mitzudenken; denn wenn wir heute nicht bereit sind, Bewährtes fortzusetzen, sondern lieber zurückzuschrauben durch leichtfertiges Desinteresse, dann wird es eines Tages kalt sein in Esch; und das wollen wir doch eigentlich alle nicht.
Viel besser ist es wenn sich Nichtmitglieder sagen, da gehen wir hin, weil wir wollen, daß es weitergeht, und wenn sich Mitglieder sagen können, es ist großartig, daß durch meine Mithilfe einiges gelingen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Lüpschen 
[Ehemaliger Vorsitzender der Dorfgemeinschaft]

 

 

Mein Fotoalbum bei Pixum

Und hier noch viele schöne Fotos von Esch !!

 

 

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© by clown    Update 25. August 2007